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Zum Anschlag in Boston
- eine kritische Sachanalyse statt oeffentlicher Hysterie - April '13:


Ein Lehrstueck über den totalitaeren US-Imperialismus
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Es koennte einem mehr als uebel werden angesichts dessen, wie totalitaer
imperialistisch die USA dem Anschlag von Boston (Detonation von Klein-
bomben in Papierkoerben in der Umgebung des Austragungsortes eines Ma-
rathonlaufes) begegnen.

Es will kaum einer bemerken, wie der totalitaere Imperialismus selbst den
Boden dafuer bereitet
, dass immer wieder militante Einzeltaeter oder
Organisationen Mass an der ausgreifenden, weltumspannenden Kontrollge-
walt der USA nehmen, indem sie denen es mit ihren Kleinkriegen "heimzu-
zahlen", naemlich auf dem polit-moralischen Feld der "Legitimitaet von Ge-
waltausuebung" den USA eine "Lektion" zu erteilen meinen, dass diese das
eigentliche "Boese" in der Welt seien.

Die USA beanspruchen fuer sich das unwidersprechliche Kontrollregime ue-
ber die gesamte Staatenwelt bis in die hinterletzte Gegend hinein - und
setzen dies mit ihrer uebermaechtigen Militaermaschinerie durch gegen mi-
litante antiamerikanische Organisationen ebenso wie gegen ganze Staaten
(Irak, Libyen, Syrien, Nordkorea, Iran sind "Anwendungsfaelle" des mass-
losen Anspruchs der USA auf Unterordnung, den diese bis hin zur kriegeri-
schen Vernichtung anderer Staatsgewalten treiben!). Staatsterror darf
darf man dies allerdings nicht nennen: angesichts ihrer ueberlegenen Ge-
waltmittel reklamieren sie dies als gerechte Gewaltausuebung, womoeglich
ideologisch verhimmelt als "Verteidigung westlicher, demokratischer Werte"
oder aehnlichem Zeugs. Den Begriff Terror oder Terrorismus reservieren die
USA fuer ihre Gegner und Feinde, die sich den Ordnungsinteressen der Amis
nicht oder nicht umstandslos unterwerfen.

Schon einmal gab es einen groesseren Anschlag von sog. Islamisten in den
USA (Stichwort: World Trade Center); die kaum fuer moeglich gehaltene
Verwundbarkeit des eigenen Territorium beantwortete Amerika mit einem
weltweiten Feldzug namens Anti-Terrorkrieg: die unerbittliche militärische
Hetzjagd gegen amerika-feindliche Militanz und ihre auch nur behaupteten
staatlichen Hintermänner in der suedlichen Hemisphaere.

Die Reaktion der USA auf den Anschlag in Boston widerspiegelt die Masslo-
sigkeit der unumschraenkten Geltung us-amerikanischer Ordnungsinteressen
weltweit und des ebenso unnachgiebigen Gebots der Unterordnung darunter.
In Boston wurde so eine neue Qualitaet der inneren Mobilmachung gegen
alle Feinde Amerikas sichtbar: wegen eines einzigen bewaffneten Taeters
eine ganze Stadt in Aufruhr, in Ausnahmezustand versetzt, als herrsche
veritabler Buergerkrieg; alle oeffentlichen Veranstaltungen im Bereich Sport
und Kultur wurden abgesagt, um jeden Polizisten für die Jagd auf den Bom-
benleger verfuegbar zu haben. Dies ist kongeniale gewalt-totalitaere Antwort
einer Weltmacht auf jede sich aeussernde Widerspenstigkeit, die sich irgend-
wie an der Gewaltpotenz der USA zu schaffen macht - sei es auch nur mit in
ihrer Wirkung im Vergleich zu den Machtmitteln der USA nicht im Mindestens
vergleichbaren "Nadelstichen", die sehr wohl das Umkommen von Menschen-
leben und Sachschaden in Kauf nehmen.


P S :
Natuerlich erschreckt die Oeffentlichkeit heuchlerisch eher ueber die Opfer
dieses Terroranschlags als ueber die Tausende von Opfern amerikanischer
Kriegseinsaetze, die schliesslich fuer die "Freiheit" stattfaenden; eine grandi-
ose Verharmlosung, insofern handfesten Machtinteressen der USA eine hoehe-
re Weihe verliehen werden. Es traefe "unschuldige" amerikanische Insassen,
die doch bloss ausgelassen einem Sportfest beiwohnten.

Letzere waren Zielscheibe der Attentaeter, weil diese den Terroristen als An-
gehoerige des "unrechtmaessigen", "unglaeubigen", "boesen" Amerkas gelten,
die in ihrer Mehrzahl einig sind mit der US-Fuehrung in der weltmaechtigen
Zustaendigkeit ihrer Nation. - Es haette auch andere anlaesslich anderer Er-
eignisse oder Leute in belebten Fussgaengerzonen/Einkaufspassagen treffen
koennen - eine gewisse oeffentliche Aufmerksamkeit wie zu einem Grossereig-
nis wie Marathonlauf haben die Attentaeter wohl einkalkuliert.

Andererseits zeugen solche "Nadelstiche" gegen Amerika auf dessen Boden da-
von, wie militaerisch beschraenkt solche Attentaeter agieren, also nicht im
Entferntesten in der Lage sind, auch nur Erkennungsmerkmale politischer und
wirtschaftlicher Macht der USA anzugreifen; Ausnahme mag der Anschlag auf
das World Trade Center gewesen sein: aber auch hier sind die wirklichen
Machtzentren und Machtmittel der USA wirkmaechtig gegen solche Terrorakte
abgeschirmt.




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