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Die historische Lehre 2014 aus dem Holocaust -  Juli 2014:


Israelischer Bombenterror im Gaza gegen Zivilisten, v.a. gegen
K i n d e r  , die dem Judenstaat im Kampf gegen die Hamas im
Wege stehen oder schlicht mit der Guerilla-Gruppe gemein ge-
macht werden.
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Israel ist dabei,mittels Bombenterror den Gazastreifen dem Erdboden gleich zu machen*) -
ein Gebiet in Form eines rundrum eingezaeunten grossdimensionierten Deportationsla-
gers,wo die Palaestinenser eingesperrt dahinvegetieren- im Unterschied zu historischen
Vorlaeufern von Konzentrationslagern spielt sich dort ein quasi-ziviles Leben ab, in des-
sen Rahmen sich die dortigen Bewohner unter strengem Aufsichtsregimes Israel per Arbeit
teilweise nuetzlich machen duerfen, unter Auflagen Alltaegliches einfuehren oder aus-
fuehren duerfen; richtige, allerdings ziemlich erbaermliche Behausungen, gen. Wohn-
haeuser oder -quartiere soll es dort geben.

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*)B e l e g : Radio Bremen 1, 6.8.14
Der derzeitige Praesident des internationalen Roten Kreuzes aeußerte sinngemaess, 
dass er noch nie solch massive Zerstoerungen gesehen habe (der Vergleich be-
zieht sich wahrscheinlich auf die Neuzeit; Anmerkung d. Red.).
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Dass gegen diese Einpferchung unter elendesten Bedingungen ein militanter Wider-
stand aufgekommen ist, ist folglich das Werk der israelischen Kampfansage gegen die
Palaestinenser, des Judenstaates, der von Anfang an ein einziger Angriff auf die 
Existenz der Palaestinenser war - die historische Luege Israels lautet dagegen schon
immer umgekehrt:
die eigentlichen "Verbrecher" sind bei der Fatah oder Hamas zu suchen, die das ehren-
werte Existenzrechts Israels per se, ohne Zutun Israels bestreiten wollten.

Im aktuellen Feldzug des Judenstaates kursieren wie gehabt kriegsmoralische Recht-
fertigungen Israels fuer das neuerliche Fertigmachen seiner Kontrahenten: die unbe-
waffneten Bewohner wuerden von Hamas als "lebende Schutzschilde" eingesetzt, so-
dass diese der jüdischen Militaermaschinerie im Wege stuenden, wenn diese die Hamas
treffen will.**) Auf die Zivilisten koenne Israel keine Ruecksicht nehmen, also wird massiv
in Wohngebiete reingebombt. Gemaess der Doktrin, dass der Staat Israel schon immer
eine einzige, dauerhafte Kriegserklaerung an Palaestina und andere arabische Maechte
war, also sich absolut nicht mit deren Existenz vertragen will, diese eigentlich ein fuer
allemal weggehauen gehoeren - oder wie im Falle Jordanien oder Aegypten die voll-
staendige Unterwerfung dieser Laender unter die juedische Staatsraeson betrieben hat-,
werden die Zivilisten im Gaza von Israel praktisch mit dessen militanten Gegnern gemein
gemacht bzw. als deren Rekrutierungsmasse wie die Hamas selbst niedergemacht.

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**)Dass eine gegenueber hochgeruestetem Israel hoffnungslos unterlegene Freischaer-
lerorganisation zum offenen militaerischen Schlagabtausch schon gar nicht imstande 
ist, hoert man zwar von sog. Israel-Experten durchaus. Aber die Verdrehung hin zur
Benutzung von Zivilisten als "Schutzschilde" - wo man sich allerdings fragen koenn-
te, wieso Hamas ausgerechnet angesichts der kaum zu ueberbietenden militaerischen
Brutalitaet der Israelis auf sowas wie humanitaere Rücksicht der letzteren spekulieren
sollte - soll kriegsmoralisch die Hamas in extra schlechtes Licht ruecken.
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Es ist hier mal wieder ein weltpolitischer Zynismus par excellence zu studieren:

der  Holocaust diente schon ewig als moralischer Rechtfertigungsgrund fuer
die kriegsmaessige Behauptung eines Staates Israel erst durch die Vertreibung
der angestammten Palaestinenser, dann durch die Feldzuege gegen arabische
Staaten. 
Die  heutigen Juden in Amt und Wuerden stehen hinsichtlich ihrer
gewalttraechtigen, blutigen Durchsetzung  ihrer Staatsziele den Schlaechtern
von einst nicht nach.  Damals ging es um die Ausrottung der Juden als von
den Nazis als "undeutscher innerer Feind, als Zersetzer deutscher Nation"
definiertes Uebel.  Die Juden im Staatsamt sind eine einzige Feindschaftser-
klaerung gegen die Palaestinenser - die sie nicht vergasen, aber nicht weniger
gewalttaetig als stoerende Masse militaerisch niedermetzeln. Dass die Palaes-
tinenser noch nicht voellig von der Landkarte verschwinden, die Israelis also
auch mal  Einhalt  machen, sich wieder zurueckziehen, ist nicht den politi-
schen Kalkuelen des Judenstaates immanent, sondern beruht auf  Vorbe-
halte des grossen imperialistischen Bruders USA!

Dies ist kein Anti-Semitismus   - siehe Beweis unten.    



Nachtrag 1

ZDF Heute Journal, 22.7.14:

Dt. Aussenminister Steinmeier: Israel habe Recht auf Verteidigung gegen Raketenangriffe der Hamas,
aber Israel müsse die Opfer begrenzen.

Also so geht Zynismus auf Steinmeierisch: die gewaltsame Behauptung Israels gegen
seine Gegner einschl. die Bombardierung 100er von Zivilisten/Kinder im Gaza geht in
Ordnung, aber müssen es so viele Opfer sein?


SZ v. 22.7.14

US-Praesident Obama: Israel müsse "Konflikt" eingrenzen; ein Mehr an Opfern beschae-
dige den internationalen Ruf Israels.

Der Mann hat vielleicht Sorgen: die Kriegsziele der Israelis gehen im Grossen und Ganzen
in Ordnung, aber leidet nicht die weltmoralische Unangreifbarkeit des juedischen Staates
bei zivilen Leichen im best. Ausmass?



ZDF Heute Journal, 22.7.14:

Es wuerden judenfeindliche Parolen (wohl von irgendwelchen Rechten; Anmerkung Projekt
Krit. Politik- u. Sozialstaatsanalyse) auf Demos in Deutschland gerufen - analog wie im
damaligen Nazi-Reich, wie man diese seit Jahrzehnten nicht mehr fuer moeglich gehalten
habe.
Zunaechst wurden diese Parolen von Aufsichtsaemtern geduldet als nicht strafwuerdig;
inzwischen habe Polizei Auflagen gemacht, dass diese (rechten) Parolen nicht mehr ge-
duldet wuerden auf kommenden Demonstrationen.

Sicher, es gibt ihn: den Zusammenschluss der Judennatur mit dem, was man am
Juden-
S t a a t  
fuer kritikabel haelt.
Bloss: der offizielle Anti-Antisemitismus, wie dieser seit Jahrzehnten gepredigt
wird, ist nicht weniger harmlos und zynisch: Jede Kritik  an den  G e w a l t t a t e n
des  S t a a t e s  Israel wird als Angriff auf die Juden schlechthin gegeisselt! Allen-
falls das Ausmass der als vornherein legitim geltenden Blutbaeder der israel.
Militaermaschinerie oder die "Verhaeltnismaessigkeit der Mittel" darf bekrittelt
werden.

Als ob die Verurteilung  des  k r i e g e r i s c h e n  Schaltens und Waltens des juedi-
schen Staates dasselbe waere wie ein Aufruf zum Uebergriff auf die Menschen
juedischen Glaubens - eine Gemeinheit par excellence. Mit diesem "Trick" werden
den imperialistischen "Saeuberungs"-Aktionen gegen Palaestinenser und Araber
ein einziger   F r e i b r i e f  ausgestellt!! -Andererseits: welcher Jude als Staats-
buerger in 
 Israel steht nicht wie ein Mann hinter dem palaestinenser-feindlichen
kriegerischen Programm und ueberhaupt den imperialistischen Zielsetzungen
seines Staates gegen die arabischen Staaten? Insofern schliesst die Kritik Israels
diejenige an der Loyalitaet des juedischen Buergers gegenüber der gewaltbelade-
nen  Raeson seines Staates mit ein!



NDR Info, 26.7.14:

Ueber 1000 tote Palaestinenser werden gemeldet.
Israel. Regierung: Waffenruhe erst, wenn militaerische Ziele erreicht sind.
Im Zusammenhang mit Arrangierung von Waffenruhe/-stillstand erklaert dt. Aussenminister
Steinmeier: Gaza duerfe kein "Waffenlager" der Hamas bleiben.

Es ist dies Uebereinkommen mit Israels Position: Hamas muesse so ziemlich vollstaendig
entwaffnet werden, also der Mittel ihrer Gegenwehr beraubt werden.
Und dass lt. Steinmeier die "Autoritaet" der palaestinensischen Autonomiebehoerde wie-
derhergestellt werden solle, kann nur in dem Sinne gemeint sein: als Helferin bei der Ent-
waffnung bis zur Aufgabe der Hamas ist diese Behoerde wohl gefragt.



NDR Info, Religionssendung "Blickpunkt diesseits", 12-12.30 Uhr, 27.7.14:

Antisemitische Parolen auf Demos seien den ueblichen Vorurteilen der Deutschen gegenueber
Juden geschuldet. Antisemitismus sei nachwievor "in deutscher Gesellschaft" verwurzelt.

Dies ist krasses Fehlurteil: das, was als Antisemitismus verurteilt wird, kommt nicht ein-
fach so aus dem Deutschtum hervor, ist eben auch keine blosse Verlaengerung dessen,
was als Judenfeindschaft im 3. Reich grassierte. Antisemitismus wird hier in rassistischer
Manier als Charaktereigenschaft des Deutschen hingestellt und ist als solche der Tot-
schlaeger, mit dem jeder Anlass einer Sorte nationalistischen Aufbegehrens als irrelevant
in den Hintergrund verschwindet, und die "Judenhasserei" wird genausowenig ihres objek-
tiven Gehalts nach und ihrer wirklichen Kritikwuerdigkeit nach ueberfuehrt.
Was letzteres angeht, ist der Judenvorbehalt im Grunde geboren aus dem allgemeinen
Nationalismus, wie ihn jeder Staat seinen Buergern angedeihen laesst. Wer also Juden-
feindlichkeit richtig kritisieren will, muss zum Gegner jedweden Nationalismus und Pa-
triotismus werden, also der Ueberhoehung der eigenen Nation in Abgrenzung zu anderen
Nationen.
Was in oeffentlicher Debatte und speziell in Deutschland schon seit
 Jahrzehnten als
regelrechte staatsmoralische Raeson daherkommt, Antisemitismus duerfe nicht sein,

gilt allenfalls einer unerwuenschten Sorte Nationalismus, aber nicht diesem selbst und
ueberhaupt.
Judenfeindschaft ist im Grunde das Spiegelbild des praktizierten rassistischen Nationalis-
mus der Juden im Staatsamt in Israel: die machen doch brutal-militaerisch klar, dass die
Palaestinenser eigentlich kein Lebensrecht haben. Da soll man sich wundern, dass der
Nationalismus der Gegenseite das kriegerische Fertigmachen von Frauen und Kindern
und anderen im Gaza durch israel. Bomben einem schlechten juedischen Charakterzug
zuschreibt?


Nachtrag 2

Sendung log in/ZDF, 7.8.14:

Was hier ausgebreitet wurde, war nichts als eine moralgetraenkte Gerechtigkeitsdebatte,
Schuldzuweisungs-Hickhack und von herrschender Diplomatie abgeschauter Polit-Idea-
lismus:
Israel-Kritik immer gleich im Verdacht des Anti-Semitismus?
Oder gibt es eine berechtigte Ansage gegen israel. Politik unter dem Haupt- und Generaltenor
der historisch schuldbewußten Distanzierung vom "Judenhass".?
Ist die Hamas nicht auch als "verbrecherischer" Islamismus gegen Israel angesichts seiner
Raketenwuerfe auf jüdisches Staatsgebiet zu verurteilen?
Ist nicht endlich eine Zweistaatenloesung reif, von der auch Israel per Friedensschluss
mit Palaestinensern profitieren wuerde?

Was hier zum Besten gegeben wurde, ist die vollstaendige Absehung davon, welche
politischen Zwecke aus welchen Gruenden im Nahost unterwegs sind und sich ins
Gehege kommen: von offener Parteinahme für Israel bis hin zur ausgewogenen
Beruecksichtigung auch der palaestinensischen Interessen war alles dabei.
Nur eines interessierte eben niemanden, was oben schon ausgefuehrt wurde:
Israel will sich nicht mit Palaestinensern vertragen - schon gar in Form einer Zwei-
staatenkonstruktion, womit sich der Judenstaat einen neuen staatlichen Kon-
kurrenten vor die eigenen Grenzen stellen wuerde. - Und dass Hamas-Raketen
den Alltag der Israelis nicht gerade gemuetlich machen, mag sein: bloss wer zieht
diese Raketen denn mit seiner schon seit Jahrzehnten dauernden Ausgrenzungs-
politik an?
Was den Vorwurf des Antisemitismus betrifft, der sich hierzulande vermehrt aus-
toben wuerde, ist dessen Fehler und Gemeinheit weiter oben geklaert worden:
ganz Schlaue behaupten glatt, es gaebe diesen eben als Disposition des Deutschen
oder anderer, der bloss darauf gewartet habe, mit dem aktuellen israel. Feldzug
Nahrung zu bekommen. Solcherart Selbstzweckhaftigkeit von Nationalismus war
noch nicht gesichtet worden: selbst in angeblich schwaerzesten Tagen der Ge-
schichte war Judenfeindschaft bezogen auf ein nationalistisches Sortierkriterium
in Sachen Wiederaufschwung deutscher Macht und Herrlichkeit.
Gekonnt beherrscht eine dt. Ministerpraesidentin mit dem Initial K die Methode
gezielter Ablenkung von Grund und Zweck der israel. Gewaltorgien; prioritaer
habe man ein positives Bekenntnis zum Judentum abzugeben; analog dazu,dass
man den Terror der IRA in Nordirland nicht den Katholen insgesamt anlasten
könne, gelte dies auch im Verhaeltnis von Juden und Judenstaat. Bloss: eine
korrekte Kritik an der Kriegspolitik Israels ward nicht vernommen; die offizielle
dt. Regierungsleitlinie ist ohnehin die Ideologie/Luege vom „Recht auf Selbstver-
teidigung Israels gegen seine Feinde“. Genausowenig zielt das Verbot des Anti-
Semitismus generell auf eine Kritik nationalistischer Ausgrenzung: politisch nicht
opportune Abgrenzung ist damit gemeint und sonst nichts (in Sachen Russland
wird dagegen gegenwaertig kraeftig die demokratische-Imperialistische Feind-
bildpflege auf die Tagesordnung gesetzt). Frau K. interessiert auch nicht, was
die Juden als Staatsbuerger Israels im Verhaeltnis zu ihrem Gemeinwesen um-
treibt,v.a. wie diese im Allgemeinen hinter dem Kriegswahn ihrer Obrigkeit
stehen; von wegen, sie haetten gar nichts mit letzterem zu schaffen: auf deren
Loyalitaet beruht gerade das kriegerische Wirken ihres Staates neben den „herz-
lichsten Beziehungen“ zu den USA.
Erst recht weit entfernt von staatsmateriellen Anliegen im Nahen Osten war dann
der Aufruf zur gegenseitigen Toleranz von Moslems und Juden: nichts von den
weltpolitisch eingefaerbten Gegensaetzen wissen wollen, weshalb sich Staaten
in die Quere kommen und deswegen auch deren islamistische und juedische An-
haenger - aber jenseits und getrennt davon zur Versoehnung aufrufen, dass
schafft garantiert Abhilfe!
Eine gluehende Verfechterin israelischer Politik versteigt sich in ihrer bornierten 
Parteilichkeit zur Behauptung, in deutschen Schulbuecher wuerde dem Antisemi-
tismus Vorschub geleistet - und keiner der Diskutanten widerspricht: ausge-
rechnet die Nachfolger des 3. Reiches, die die deutsche Schuldbeladenheit ob
des Judenmordes Hitlers seit Jahrzehnten predigen, sollen in Schulbuechern
antisemitische Tendenzen dulden?!

          




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