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Nordkorea-aktuell/Juni '18:
Im Zuge Gipfeltreffens von dem Vorsteher der imperialistischen Superweltaufsichtsmacht
und dem 'Vorsitzenden' des noch vor kurzem seitens der USA dringlichst zu enthaupteten
Schurkenstaates Nordkorea kriegt der Trump im Handumdrehen die Zusage der Selbstent-
waffnung seitens des nordkoreanischen Kims hin


Nordkorea sagt dem US-Trump vollständige 'Denuklearisierung' zu, wofür USA 'Sicherheitsgaranien
offerieren würden.
Was der Westen jahrzehntelang mit Wechselbad von Sanktionen, militärischen Drohungen und di-
plomatischer Einbindung des Restpostens des realen Sozialismus nicht geschafft hat, der Trump
mit seiner unverhüllten Androhung, Nordkorea dem Erdboden gleichzumachen, kriegt es hin.
Und das mit den Sicherheitsgarantien ist schon eigentümlich: Da war doch mal 40 Jahre lang ein
kriegsträchtiger Gegensatz eigensinnigen Staatsmachens mit atomwaffenbestückter Wahrung
nordkoreanischer Souveränität zum Imperialismus; was es hier mit Sicherheitsgarantien ausgerech-
net durch den eben noch schärfsten Feind Nordkoreas auf sich hat, unterstellt die vollständige
Umpolung dieses Staates im Sinne der USA, dessen Eingemeindung - wovon sich andere Staaten
wie China garantiert tangiert sehen, wenn damit der amerikanische Einfluss- und Kontrollbereich bis
an die chinesische Grenze heranreicht, also die Abwehrbereitschaft Chinas herausfordert, so
dass so Sicherheitsgarantien eingeordnet werden können, nämlich  gegen einen der großen welt-
politischen Konkurrenten Amerikas.
Nach Meldungen v. 13.6.18:
Über den historischen Sieg über das zuletzt als 'menschenverachtendes System' gehandelte Nord-
korea werden die nationalen und internationalen Agenturen gleich skeptisch, dass die Umdrehung
dieses Staates bis in zu einem Anhängsel der US-Weltherrschaft nicht sogleich mit der konkreten
Umsetzung der Entwaffnung zusammenfällt. Den als Schurkenstaat Tituliertem sei auch jetzt nicht
zu trauen, ob der sich an Abmachungen handele. Bei aller ersten Verwunderung über den geschichts-
trächtigen Deal von Singapur geben sich die öffentlichen Begleiter des Politgeschehens derart
vermessen, dass man bei der Entmachtung doch tatsächlich um das souveräne Mitmachen der Kims
nicht drum herumkommt.


Aktuelles zu Nordkorea/Ende April '18:
Ein Staat ist dabei, sich seiner entscheidenden Souveränitätsmittel unter dem Programmtitel
"Denuklea
risierung" (des gesamten?) Koreas zu begeben. Wo der noch vor kurzem eisern auf
Nuklearwaffen
als Gegengewicht gegen die amerik. 'Weltpolizei' bestanden hat, wäre dies schon
eines der geschichts
trächtigen Novums, allerdings ganz bestimmt nicht aus einem hehren
Eigenantrieb heraus. Was
die politischen Gegenleistungen dafür betrifft, inwieweit  der US-
Oberaufseher sich darauf verlässt
(Sanktionen werden erstmal beibehalten; ohne vehementen
Druck und ausgreifende Auf
sichtsansprüche gegen den 'Raketenmann' im Norden Koreas tun
es die Amis keinesfalls!), dies
ist noch im Fluss und hängt sowieso einzig an dem sich an-
maßenden Kontrollinteresse der Amis gleich über die ganze Staatenwelt.

ARD-Teletext v. 29.4.18:
"Asean begrüßen atomare Abrüstung
...Die Organisation unterstütze Bemühungen, 'die vollständige, verifizierbare und unwiderrufliche Denuklearisierung
der koreanischen Halbinsel auf friedlich(!) Weise zu sichern'."

Mit der Betonung des Friedlichen haben nicht nur solche Staaten und Staatenbünde längst gefressen,
dass die von den USA zunächst mit Atomkriegsdrohungen betriebene und mit Sanktionen 'friedlich' her-
beizuerpressende Atom-Entwaffnung Nordkoreas so oder so auf der Tagesordnung und fällig ist: wenn
nicht schiedlich-friedlich, dann ist die kriegerische Herbeizwingung der 'vollständigen' Abrüstung die Option
von deren 'Sicherung'. So geben sie zu Protokoll, wie keiner der Übermacht der Supermacht und deren
Diktate zu dem, was diese anderen Souveränen erlaubt und was nicht, entkommt. Auf jeden Fall gemütlicher
wird die Weltlage darüber, dass insbesondere potentere Staaten und Blöcke wie EU, China und Russ-
land von den Ansagen der amerik. Weltmacht, sich als Bestimmungsmacht über jedwede konkurrenzle-
rische Regungen gleich der ganzen Staatenwelt aufzubauen, ihre imperialistische Konkurrenz beflügelt
sehen, um den USA weltherrschaftlich Paroli zu bieten.


Nordkorea-aktuell/April '18:
Die atomaren US-Kriegsdrohungen und die massiven Sanktionen unter dem Dach der UNO zum Fertigmachen des
nordkorea
nischen Staates zeigen erste Wirkungen, Anzeichen der Nachgiebigkeit Nordkoreas mit der Ankündigung
letzeres, das Atomwaffenprogramm bzw. Raketentests auszusetzen (nach div. Medienmeldungen v. 20./21.4.18).

Der nordkoreanische Führer hat für das Gipfeltreffen mit der derzeitigen Führungsfigur der USA
ein 'Geschenk' im Gepäck, welcher letzterer das asiatische Land neulich noch in Schutt und Asche
zu legen beliebte, die absolute Unverträglichkeit der US-Interessen mit demselben auch mit gehässi-
gen, abwertenden Titulierungen kundtat. Der Trump lässt sogar Freude über einen Teilsieg über
das sperrige Staatsgebilde twittern. Es ist an Deutlichkeit nicht zu überbieten: die Abschnürung
einer Nation mit umfänglichen Sanktionen, getragen und durchgedrückt gleich von der ganzen
Völkerfamilie unter dem Dach der UNO, zeigt seine erpresserische Wirkung. Vielleicht hat ja sogar
China einen entscheidenden Beitrag zur Nachgiebigkeit Nordkoreas geleistet. Neulich hat nämlich
der nordkoreanische oberste Staatsmann mit einer ominösen Zugfahrt den Chinesen die Aufwar-
tung gemacht - wo dann die bürgerliche Öffentlichkeit kaffesatzleserisch sich herbeiließ, wie es
wohl zu deuten sei, dass der China-Oberste primär Ansagen gemacht habe und Kim im Wesent-
lichen dabei mitgeschrieben habe: dies wäre als Levitenlesen Chinas gegenüber dem sozialisti-
schen Korea einzusortieren.
Der Maßlosigkeit der imperialistischen Ansprüche entsprechend ist die vollständige Abrüstung
einschließlich diejenige des Regimes noch auf der Agenda.
An dem verkündeten Moratorium wird natürlich sogleich die Skepsis angeheftet, ob hier nicht ein
übler Trick dran sei - und Eingriffe in die Souveränität Nordkoreas angemeldet - ähnlich wie beim
Iran, wo sich die Westmächte als Aufsichts- und Kontrollmächte breitgemacht haben mit ihren
Inspektorenteams -,ob nämlich in Nordkorea alles mit rechten Dingen zugeht, was die 'verifizier-
bare' Umsetzung von Abrüstungsmaßnahmen angeht; beim Procedere der Entwaffnung wird der
Westen seine Oberhoheit schon noch geltend machen.
Die Begründung der nordkoreanischen Führung, dass man sich nun der wirtschaftlichen Entwick-
lung zuwenden wolle, das Atomwaffenprogramm abgeschlossen sei und keine weiteren Tests
mehr nötig seien, ist aufschlussreich: auf diese Weise geben die Koreaner zu, wie, kräftig beför-
fert durch die Sanktionen, das Militärwesen die Untergrabung des nationalwirtschaftlichen Po-
tentials bedeutet, während in den erfolgreichen Nationen das Militär gerade Unterpfand für den
ökonomischen Zugriff auf alle Herren Länder ist; wenn es auch erstmal Unkost ist, selber kein
Mittel der Reichtumserwirtschaftung ist, partizipiert es für seinen Auf- und Ausbau an den durch
dessen Erpressungswucht beflügelten globalen Wirtschaftserfolgen des Imperialismus - und Verkaufs-
schlager fürs Ausland und darüber Einbringer von Geldreichtum ist es darüberhinaus auch noch.
Das zum Verhältnis von Ökonomie und Militär Gesagte im Falle Nordkorea behauptet einen objek-
tiven Zusammenhang zwischen beidem und setzt sich damit ab von der arroganten bürgerlichen
Manier, unter dem Stichwort Misswirtschaft den Nordkoreanern verächtlich vorzurechnen, wie 
wenig oder gar nicht erst im Unterschied zum gediegenen Kapitalismus die es zustande bringen,
nationale Wirtschaft und Rüstungswesen wechselseitig produktiv zu machen.
                                                 
                                    

                                                   ***

Zur globalen Kampfansage an Nordkorea - Aug. 2017ff.:


Trump-America macht den Kriegstreiber, China und Russland als imperialistische Mitmacher mit Vorbehalten und Deutsch-Europa sekundiert mit wirtschaftlichen Erpressungen

Da sagt der US-Trump unmissverstaendlich an, dass er die Unvereinbarkeit dieses Staatswesens mit "ordentlichem Regieren" gemaess
imperialistischer Ansage fuer praktisch entscheidungsreif haelt: er erwaegt militaerisches Draufschlagen, wenn Nordkorea seine Sou-
veraenitaet bzw. dessen Sicherung z.B. in Form von Raketentests laenger betaetigt.
Diese Eskalation zum endgueltigen Fertigmachen dieses Staates wird sekundiert ausgerechnet durch die Macht, die einst als "sozialis-
tische Brudernation" engen Schulterschluss mit Nordkorea hielt: die Chinesen verhaengen Importstopps für Industrie- und andere
Gueter (DF, 14.8.17). Wie auch immer die chinesischen Berechnungen im Verhältnis zu den USA beschaffen sein mögen:In der aktuellen Auseinandersetzung, wo die ganze UNO sanktionsbewehrt den Nordkoreanern zusetzt, besorgen die Chinesen erstmal das Geschaeft der Hauptimperialisten mit - wo sie zugleich mitkriegen, wie auch sie seitens der USA ins Visier geraten als "unanständige Wirtschaftsmacht",
die der Weltmacht Nr. 1 ihren unablaessigen Erfolg und Zugewinn an Weltmaechtigkeit genauso wie andere Weltmaechte schuldig seien.
Und der spezielle Deutsch-Europa-Imperialismus sattelt in der entsprechenden Weise drauf: nach Merkel solle die "Eskalation in der
Sprache" zurueckgenommen und auf "friedliche Loesung" gemacht werden. Als ob die besagte Eskalation eine Sache der Wortwahl ist,
nicht von einem eindeutigen Inhalt in den Absichten der Amis kuendet. Deutsch-europaeischer Zynismus wie gehabt: "friedliche Loe-
sung" heisst, den imperialistischen Zweck der Amis teilen, prinzipiell unbotmaessige Staaten wie Nordkorea aus dem Verkehr zu ziehen;
die harmlosere Variante davon soll sein, den Nordkoreanern kraeftig mit wirtschaftlichen Erpressungen einzuheizen als Test auf deren
Nachgiebigkeit.

Nordkorea 2017 - Forts. 1
3.9.17
Nordkorea testet Wasserstoffbombe (sog. Fusionsbombe, die nicht wie normale Atombomben auf Spaltung von Atomkernen beruht;
sehr viel verheerendere Zerstoerungskraft entfalten soll als herkoemmliche Atomsprengkoepfe).

4.9.17
USA drohen Nordkorea mit "massiver militaerischer Reaktion" fuer den Fall der Bedrohung ihres Territorium oder das ihrer Verbuendeten.
Sie wollen das Land von verbleibenden Handelspartnern abschneiden: Handel mit USA nur, wenn Handelspartner Nordkorea isolieren.
Angesichts dessen, dass 90 Prozent des nordkoreanischen Handels auf den mit China faellt, duerfte hier v.a. China mit gemeint sein.
China schickt "Protestnote" an den Nachbarn: was hat diesen Staat geritten? Das nordkoreanische Atomwaffenprogramm zielt ausdrücklich
gegen den amerikanischen  imperialistischen Oberaufseher ueber die ganze Staatenwelt,der vorschreiben will,wie die ihre Machtmittel zu ge-
brauchen hat bzw. welche ihr gleich gar nicht zustehen.

(Quelle: ZDF-Text v. 3./4.9.17)

Nordkorea 2017 - Forts. 2

5.9.17
SPD-Gabriel macht den Scharfmacher in Sachen wirtschaftlicher Drosselung Nordkoreas: er plaediert u.a. fuer Sperrung von Haefen fuer Schif-
fe des Landes. Der Sozi ist fuer mehr und haertere Sanktionen mit der zynischen Begruendung, moeglicher atomarer Schlagabtausch wuerde
die Opfer des 2. Weltkrieges weit uebertreffen. Also: statt einiger Mio. mehr Toter soll man das Aushungern einer ganzen Nation fuer eine
geradezu moderate politische Waffe halten.
(Quelle: div. Medienmeldungen v. 5.9.17)
Lt. US-Aussenminister unter Trump gehe es Falle fortgesetzter "Bedrohung" durch den koreanischen Schurkenstaat nicht um die "'Auslöschung
eines Landes"; die USA haetten mehrere Optionen des militaerischen Eingreifens.
Wie laessig kalkuliert eine Supermacht die zuverlaessige atomare Vernichtung und Verseuchung eines ganzen Landes nebst "Kollateralschae-
den" fuer die Nachbarn (China! Suedkorea); denn die Strahl- und Zerstoerungskraft ihrer Superwaffen laesst sich wohl kaum territorial/lokal
begrenzen. Aber auch unterhalb des atomaren Vernichtungsschlages taugt das US-Waffenarsenal fuer empfindliche Niederlage von Feindes-
land.
(Quelle: Radio Bremen v. 5.9.17)

Nordkorea 2017 - Forts. 3
12.9.17

Nach einstimmigem Beschluss des UNO-Sicherheitsrats, also auch mit Beteiligung von Russland und China, weitere Sanktionen wie Beschraen-
kung beim Oelhandel, Untersagung von Gaslieferungen, Exportverbot bei Textilien und Leiharbeitern mit dem Ziel der Verknappung von De-
viseneinnahmen.
Die USA bekraeftigen die Kriegsansage gegen Nordkorea. UN-Botschafterin: Die USA wollten keinen Krieg; noch sei Zeit zur Umkehr Nordkore-
as, indem es von seinem Atomprogramm abliesse. Also: neben Absicht der Unterwerfung Nordkoreas durch verschärfte wirtschaftliche Erpres-
sung behalten sich die Amis die militaerische Brechung des für sie widerspenstigen nationalen Willens dieses Staates vor.
(Quelle: ARD-Tagesschau v. 12.9.17)
Da sind die USA auf fast vollstaendigem Boykott, eben auf alles fuer Nordkorea Wichtige aus, treiben die endgueltige wirtschaftliche Stangu-
lierung des Landes voran - und die neuen Mit-Imperialisten Russland und China sind dabei, aber bitte die eigene Handschrift erkennend
und nicht als unterwuerfiger Nachvollzug der urspruenglichen Ami-Forderungen. Die Supermacht setzt Staaten auf Abschussliste, die mit dem
Aufbau entsprechender Machtmittel den Amis einen Strich durch die Rechnung zu machen versuchen, was deren zuverlaessige Ein- und Un-
terordnung unter die globale US-Ordnung betrifft. Und den Russen wie Chinesen ist die Beanspruchung einer mitbestimmenden imperialis-
tischen Rolle in der erstmal nach wie vor amerikanisch dominierten Welt es wert, den Amis weitgehend entgegen zu kommen, darüber nichts
dabei finden, an der Ruinierung eines ganzen Staatswesens tatkraeftig mitzuwirken.

Nordkorea 2017 - Forts. 4

16.9/17.9.17
Nach Trumps Sicherheitsberater sei Fahnenstange der Wirksamkeit der Sanktionen und der Diplomatie bald erreicht . Millitaerische Option sei auf
dem Tisch.
Nordkoreas Staatschef: sein Land setze Atomprogramm unbeirrt fort, wolle "Machtgleichgewicht" mit USA., wolle diese davon abhalten, seinem
Land militaerisch zuzusetzen.
Nach ZDF-Text am 17.9. droht UN-Botschafterin N. Haley mit Zerstoerung Nordkoreas, sollte es sein Atom- und Raketenprogramm fortsetzen.
SPD-Gabriel wiederholt deutsch-europ. Spezialitaet: fuer dipl. Loesung bei Erhoehung des Drucks auf Nordkorea.

Nordkorea 2017 - Forts. 5
22.9/23./25.9.17
USA verkuenden Sanktionen gegen Personen, Einrichtungen, Unternehmen, Banken, die Handel mit Nordkorea treiben.
Zugleich erneuert Trump Feindschaft gegen Iran; das Atomabkommen stellt er in Frage.
Reaktionen von Nordkorea/Iran: Nordkorea droht mit Test von Wasserstoffbombe ueber Pazifik; Iran will u.a. raketenmaessig aufruesten.
USA lassen Langstreckenbomber und Kampfjets oestlich von Nordkorea fliegen zur Demonstration ihrer Kriegsbereitschaft. - Nordkoreas Aus-
senminister: wuerden USA Hauptquartier oder sein Militaer angreifen, wuerden "erbarmungslose" Schritte folgen.
Am 25.9.6 wertet Nordkorea amerikanische Drohungen als Kriegserklaerung und behaelt sich vor, Militaerflugzeuge der USA auch ausser-
halb nordkoreanischen Hoheitsgebiets abzuschiessen.

Nordkorea 2017 - Forts. 6
25.9./26.9.17
Lt. ZDF-Text  weist Trump den Vorwurf der Kriegserklaerung als "absurd" zurueck.
Der Oberimperialist hat mit der Drohung der Vernichtung Nordkoreas die vollständige Missachtung der Souveraenitaet dieses Staates, des Be-
standes dieses Staates selbst  klargestellt. Weil die USA ihre Drohung noch nicht praktisch vollzogen haben, ist die im Raum stehende Ansage
der kriegerischen Vernichtung Nordkoreas, der Absicht nach eben, nicht relativiert. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Schliesslich will taktisch
und strategisch abgewogen sein, mit welchem gegnerischen Zerstoerungspotential die Ami-Kriegstreiber u.U. rechnen muessen. Denn daran
stoert sich gerade die Supermacht, wenn Sie Vorschriften ueber die bewaffnete Behauptung anderer Nationen erlassen will: die Freiheit ihrer
Kriegsfuehrung bis zur sicheren Zerstoerung des Gegners ohne im Idealfall eigene Schaeden will sie gewahrt wissen.

Nordkorea 2017 - Forts. 7
Ende Dez. 2017
China und Russland beeilen sich, alle Verdächtigungen zurückzuweisen, sie würden das x-fach verschärfte Sanktionsregime
seitens UNO oder
Sicherheitsrat unterlaufen und z.B. insgeheim als verboten geltende Öllieferungen dem asiatischen Böse-
wicht zukommen lassen. - Es ist bezeichnend, wie diese weltpolitischen Mitkonkurrenten versuchen, dem trumpschen  Kurs
ungeschminkt angesagter Konfrontation mit diesen Mächten, ihre offene Einstufung als globale Gegner der USA, die der un-
umschränkten US-Weltherrschaft im Wege stünden, die Spitze zu nehmen - wiewohl von der feindlich gesonnenen imperialis-
tischen Räson von Trump-America her nie Zufriedenheit von dieser Seite bei noch  so viel Entgegenkommen seitens China und
Russland einkehren dürfte. -  Zusatz: v.a. die Russen beherrschen den Spagat, einerseits die "schlechten Beziehungen" zu den
Amis zu konstatieren, die der Trump zielgerichtet hat so einreißen lassen, und andererseits zugleich weiterhin auf (neues) gutes
Einvernehmen mit den USA setzen zu wollen.


Nordkorea 2017/18 - Forts. 8
31.12.17/01.01.18
Der nordkoreanische Führer gibt damit an, wie seine atomar bestückbaren Raketen das US-Territorium in Gänze erreichen könnten.
- natürlich nur für den Fall der nationalen Verteidigungsnotwendigkeit.
Auffallend ist schon länger, dass das Zulegen wuchtigster militärischer Mittel nur mehr mit nationalem Interesse begründet wird,
der wie auch immer einzuordnende Gesichtspunkt der Verteidigung eines menschenfreundlichen Systems (früher hieß dies 'Verteidi-
gung sozialistischen Errungenschaften') keine Rolle spielt. Während im einstigen realen Sozialismus beim Wettrüsten außer in der
Erzwingung  der Anerkennung der SU und ihrer Blocks als weltpolitischer Machtfaktor seinen politischen Sinn erfüllend dafür auch
die Schutzwürdigkeit des volksdienlichen Arbeiter- und Bauernstaates ins Feld geführt wurde. - Zudem kann man den Eindruck
gewinnen, dass nicht mehr bloß die politische Not der offensiven Kampfansage des Imperialismus gegen Nordkorea dafür her-
halten soll, weshalb es atomarer Bewaffnung bedürfe. Es sind weitergehende politische Kalküle in einem Kräftemessen mit einem
Gegner unterwegs, der Nordkorea nicht nur komplett politisch, diplomatisch und wirtschaftliche ächtet, sondern mit seiner haus-
hoch überlegenen Militärgewalt diesen Störenfried mit atomwaffenunterfütterter Geltendmachung nationaler Eigeninteressen von
der politischen Landkarte verschwinden sehen will.

 
Nordkorea 2018 - Forts. 9
Nordkorea/Febr. '18-"Tauwetter" zwischen den Koreas?
Meldung lt. ARD-Tagesschau v. 10.2.18:
Nordkorea lädt südkoreanischen Staatschef zu Gipfeltreffen ein. Die Einladung erfolge seitens Nordkorea unter dem Zeichen der
"Verbesserung der Beziehungen" und der Annäherung vor dem Hintergrund der Perspektive der Wiedervereinigung .
Die Öffentlichkeit warnt davor, zwischen USA und Südkorea einen Keil zu treiben. Die Initiative des nördlichen Koreas sei
"geschickter
Schachzug".
Was da einerseits als einsetzendes "Tauwetter" in den Beziehungen Nord-/Südkorea interpretiert wird, dem wird also zugleich der
Realismus zur Seite gestellt, dass die Feindschaftsansage der USA am Maßstab des Anspruchs, dass der staatskommunistische
Norden seinen atomraketengestützten widerspenstigen Staatswillen überhaupt über Bord zu werfen habe, sich von sonstwie be-
rechnenden "Annäherungsversuchen" nicht trüben lässt - und für das genannte Feindschaftsprogramm die südkoreanische
Hälfte zu instrumentalisieren, ist fester Bestandteil der US-Politik.
Nicht weniger fundamental geben sich die Nordkoreaner: ihr mit Sükorea gemeinsamer Auftritt bei den Olympischen Winderspielen
ist einerseits berechnet auf ein zu pflegendes eigentliches gemeinsames Nationalinteresse, getrennt von den wirklichen Gegensätzen
der beiden Koreas, wofür auch der südliche Teil  sich einspannen ließe (weshalb es dann sowieso von der Lesart abhängt, welches
Korea mit welcher Staatsräson die Inkarnation eines in den Sternen stehenden übergreifenden nationalen Miteinander vorstellt) -
Eher ist das auf Sport- und Kulturebene demonstrierende Miteinander die symbolische Unterstreichung die Wiedervereinigungs-
anliegens, wie es Nordkorea vertritt.
Was auch immer die nordkoreanische diplomatische Berechnung mit dem Gipfeltreffen sein mag: Südkorea ist da einzig gefragt als
Überbringer der Botschaft, dass sich unterhalb der Abdankung des nordkoreanischen Störenfrieds nach amerikanischer Leitlinie
nichts tut.




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