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Zur Stellung der Oeffentlichen Meinung betreffend Kriegsgebiet Syrien -  Sept. 2013


Ein US-Praesident sagt den Militaerschlag gegen Syrien vorerst ab 
- die Reaktion der Oeffentlichkeit: Kriegshetze gegen Syrien, was
das Zeug haelt
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Laut oeffentlicher  Meinung wuerde sich US-Praesident Obama in Sachen Kriegsgebiet Syrien nur 
"durchwursteln", sei inkonsequent, wenn er erst Militaerschlag vor dem Hintergrund behaupteten 
Einsatzes von Chemiewaffen durch das Assadregime auf die Tagesordnung setze und dann 
"zurueckweiche", indem er nun auf diplomatische Einwirkung auf Assad mache (Stichwort: Genfer
Konferenz, wonach Assad seinen Chemiewaffenbestand offenzulegen habe, damit dieser unter
internationaler Aufsicht vernichtet werde).

Fuer die Oeffentlichkeit geht das imperialistische Herumfuhrwerken der USA gemaeß ihren weltpolitischen
Interessen umstandslos in Ordnung. Die Kalkulation derselben mit Krieg und diplomatischer Erpressung
im Verhaeltnis zu anderen Nationen ist fuer die oefffentliche Meinung so selbstverstaendlich wie nur
was. Wenn Obama einst verlauten ließ, es werde eine "rote Linie'" ueberschritten, wenn das syrische
Regime auch nur behaupteter Weise Chemiewaffen einsetze, dann werde diesem der militaerische
Garaus gemacht - dies ist die Messlatte, an der die Oeffentlichkeit die Obamapolitik mißt: dass der
Praesident aus welchen Gruenden auch immer zur Zeit einen Schwenk weg macht von einem
Militaerschlag wird ihm als Zaudern vorgehalten. Man koennte also meinen, das oeffentliche Echo auf
den wirklichen Imperialismus benehme sich imperialistischer und militaristischer als dieser selbst mit
dem umstandlosen Befuerworten von kriegerischem Zuschlagen gegen unbotmaeßige Staaten.

Wobei bekannt sein duerfte, dass nichts zurueckgenommen ist von der US-Feindschaft gegen Syrien:
wirtschaftlicher Boykott und Befeuerung des Buergerkrieges gegen Assad gehen weiter ihren
Gang; diplomatische Knebelung desselben per Genfer Konferenz tut das seine dazu zur Ruinierung
der staatlichen Existenz dieses weltpolitischen "Boesewichts" nach US-Maßstaeben. Die Drohung
mit Krieg ganz anderen Kalibers als mit den sog. Rebellen vor Ort, ist weiter praesent. Aber dass
Amerika nicht unumwunden sein Kriegsversprechen gegen Syrien einloest - so praesentiert sich
eine kriegsbegeisterte oeffentliche Meinung.

Was die ganze Aufregung ueber den Giftgaseinsatz betrifft, so ist dies eine durchschaute gekonnte
Heuchelei: gegen kriegerische Gewalt ueberhaupt ist dies sowieso kein Einspruch. Dass von zum
staatlichen Feind des Westens erklaerter Souveraen, also in unbefugten Haenden nach Maßgabe
des Imperialismus eine bestimmte Waffensorte vorgehalten wird, das ist die ganze Kritik. Wer
welche Waffen besitzen und ggf. einsetzen darf, darueber befinden einzig die Hueter der 
imperialistischen Weltordnung.


(Quelle: Sendung "Streitkraefte und Strategie", NDR-Info, 22.9.13




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