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Zum Giftgaseinsatz im Kriegsgebiet Syrien -  April 2017


Nichts als dumme kriegsmoralische Einlassungen einerseits -
und ein US-Militaerschlag als Antwort gegen den Syrien-Staat
auf der imperialistischen Abschussliste und als Klarstellung
u.a. gegen den Assad-Freund Russland andererseits
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Schon wieder ein Giftgaseinsatz im Kriegsgebiet Syrien nach dem von 2013 - und alle politisch
Massgebliche wie die Kriegsmoralisten sind sich einig: es kann nur der "Schlaechter" von Damus-
kus gewesen sein; nach der Logik: da war schon mal was in 2013, sogar mit Vorweis angeb-
licher Belege durch "unabhaengige" UN-Untersucher-und von der laengst feststehenenden westli-
chen Feindschaftserklaerung gegen Assad's Syrien her kann der Giftgasanschlag nur diesem zu-
geschrieben werden. Dieses Verdikt haelt sich nicht weiter mit Belegen auf: Assad  i s t  der
Feind des Westens, also traegt der auch die Verantwortung fuer diese Kriegsgraeuel.
Und "unsere" Merkel hat in Stellungnahme zu dem Vorfall auffallend Generalisierendes gegen As-
sad und wohl auch gegen die Russen zu Protokoll gegeben; z.B. die Sache mit der sperrigen
Haltung der Russen in UNO/Sicherheitsrat, wofuer, also ebenso als Botschaft gegen das Fest-
halten Russlands an Syrien als nahoestlicher Verbuendeter, die US-Strafaktion "nachvollziehbar"
gewesen sei.

Die Kriegsmoralisten und selbsternannte Syrien-Experten wie die Helbigs (s. ARD-Sendung "Hart
aber fair" v. 10.4.17) gehen genauso von der entschiedenen Anti-Assad-Politik des Westens aus
- und stellen sich doch tatsaechlich auf den skurrilen Standpunkt einer  s a u b e r e n  Kriegs-
fuehrung, gegen die Damuskus verstoße mit seinen Fassbomben, Chemiewaffen etc. Sowas gibt
es noch nicht mal aus der Sicht veritabler Kriegstaktik, was die Helbigs den Assads vorwerfen:
Ziele anzugreifen, die absolut keine Bedeutung fuer die militaerische Durchsetzung haben. Und:
als ob den westlichen Kriegsherren neben/mit der Angeberei punktgenauer "chirurgischer Eingriffe"
das Umkommen etlicher "unschuldiger Zivilisten" fern liegt!
Die kriegsmoralische Zensiererei ist eben weit weg davon, sich Rechenschaft abzulegen darueber,
welche Interessen wie gegeneinander in Syrien am Werk sind - das waere ein bisschen was an-
deres als die Frage der Berechtigung zu welchen Waffenanwendungen aufzuwerfen.

Was die imperialistische Westgemeinde betrifft, so ist nach dem chirurgischen Treffer der Trump-
Administration ein bemerkenswerter Schulterschluss mit USA festzustellen, wo Deutschland/EU
sonst eher den Schein einer Differenz zu militaerischen Loesungen aufmachen.*)  
Jetzt wird sel-
bige als grossartiges Druckmittel gutgeheissen, zu diplomatischen Loesungen zu gelangen, die
unisono lauten: mit Assad gebe es keine Zukunft fuer Syrien - wo dann dazu die G7-Imperialisten
im April 2017 den Russen die Frechheit als Offerte unterbreiten, sich freiwillig von seinem letzten
Verbuendeten in Nahost loszusagen, also in der Unterordnung unter die west-imperialistische glo-
ale Agenda Putins Russland ueberhaupt noch eine politische Referenz zugestanden werde.

 



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*)
Sieht da vielleicht jemand die Felle davon schwimmen angesichts dessen, dass Trumps Ansage an
die Mitimperialisten ist, die insbesondere fuer Deutschland politisch wie oekonomisch jahrzehntelang
so ertragreiche Partizipation an der US-Weltherrschaft, naemlich die Instrumentalisierung der letzte-
ren fuer den eigenen imperialistischen Aufstieg, aufzukuendigen?!




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