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US-Anschlag auf Iran-Militärs samt hochrangigen iran. General im Irak - 3.1.20
+ Nachtrag - 6.1.20
+  Nachtrag - 9.1.20f.
USA treiben das Programm der Vernichtung des Irans als von denen auserkorener Feind der
amerikanischen Kommandomacht
über die Staatenwelt voran



Die hiesige Staatsführung rechtfertigt den amerik. Angriff auf iran. Militärs und eines ranghohen Generals wie Vertrauten der iranischen Führung: dieser sei Reaktion auf militärische Provokationen des Irans.

Im selben Moment, wo sie mitkriegen, dass die USA gezielt eskalieren und dafür gute Gründe den Amis konzedieren, appellieren sie absurd dazu an "Besonnenheit"  wg. Anlangens an "gefährlichen Eskalationspunkt".

Die USA lassen es auf militärischen Schlagabtausch ankommen, rechnen damit, dass der Iran seinerseits die Waffen gegen USA oder deren Einrichtungen sprechen lassen dürfte - und die BRD schwafelt anmahnend von "Deeskalation", der sich beiden Seiten zu befleißigen hätten. Womit deshalb realiter gemeint ist: die USA mit ihrer beanspruchten Bestimmungsmacht über den Globus sind im Recht nach BRD-Bekunden, wenn sie losschlagen gegen  einen  Staat im Status eher niederen weltpolitischen Ranges, der fokussiert ist auf Geltendmachung von Interessen regional beschränkter Art auf dem Flecken Nahost, deren Verfolgung dem Iran von dem Ami untersagt ist - dass er überhaupt politisch agiert in Absetzung oder gar in Gegensatz zu dem  Unterwerfungsverlangen der ganzen Welt unter die Oberhoheit der Supermacht, wird von letzterer als Verbrechen bestraft bis hin zur Auslöschung dieser Spezies von Widersachern. Und der Iran habe sich die US-Übergriffigkeit gefallen zu lassen, stillzuhalten und eben noch viel Weitergehenderes über sich ergehen zu lassen, was die Dezimierung seiner nationalen Behauptung betrifft - dies die eigentliche Logik deutschen Deeskalationsverlangens.

Und die bürgerliche Öffentlichkeit fantasiert daher von einem Weltzustand erstmal jenseits von irgendwelchen politischen Akteuren, wenn angesichts des US-Anschlags die "Spannungen" stiegen, "explosive Lage" entstanden sei, das "Pulverfass" lodere und jederzeit explodieren könne. Wissend darum, wer hier als oberster Imperialist die Weltlage einiges  kriegsträchtiger macht, ist dies schon eine gekonnte Weigerung, den imperialistischen Gehalt derselben zur Kenntnis zu nehmen, mit der dazugehörigen Differenzierung, welches Interesse sich mit welchem anderen nicht vertragen will - es sei denn die polit-moralische Schuldfrage aufwerfend, weshalb der weltpol. Bösewicht Iran es verdiene, die ganze Wucht der anerkannten Übermacht USA zerstörerisch gespürt zu kriegen.

Nachtrag - 6.1.20

Wenn die imperialistischen Mitmacher von "Spannungen", Deeskalationsgeboten und dergl. reden, dann stehen solche diplomatischen Floskeln nicht weniger dafür, dass die objektive Bestimmung der Interessenlage aneinander geratener Mächte, hier der USA einerseits und des Irans andererseits, deren Sache schon gar nicht ist. Die interessiert von vornherein, wie ihre politischen Zuständigkeitsansprüche und errungener Nutzen aus ihren Weltgeschäften tangiert, womöglich zunichte gemacht werden, wenn die übermächtigen USA einen Strich durch die Rechnung mit den zivilen Konkurrenzaffären machen, so kriegerische Aufmischung seitens Amerika ansteht.

Andererseits lassen sie im Falle Iran raus, wem es hier zu Recht an den Kragen gehen würde. Rechtfertigende Gründe fürs Zuschlagen gegen diesen Widersacher gegen die Knebelung seiner Souveränitätsbelange durch die maßgeblichen Imperialisten kennen letztere allemal: die neue EU-Macherin v. d. Leyen beruft sich am 6.1.20 auf irgendwelche "Provokationen", die das Zuschlagen der Amis unzweifelhaft ins Recht setzen würden - Im Schatten der von Amerika betriebenen Endlösung durch Sanktionsregime und militärische Optionen haben die Europäer bisher noch auf eine zivilere Weise der Entmachtung des Irans gesetzt, haben die Frechheit kundgetan - wiewohl angesichts der amiseitigen Eskalation der Feindschaft gegen die Perser Teheran in einem politischen Notakt sich auch nicht mehr an die vertraglichen Bestimmungen zur atomaren Entwaffnung halten zu können meint, nachdem die USA die schon längst einseitig gekündigt haben, weil jedes geringste Entgegenkommen wirtschaftlicher Art gegen die Entwaffnung für die USA unerträgliche Überlebensmöglichkeiten dem Iranstaat sichern würde -, dass Iran sich an die Entwaffnungsgebote zu halten hätte, und dies aktuell, wo die USA kriegerische Zuspitzung betreiben, also dem Iran alle Gründe liefern, die Waffen zur Verteidigung seiner Souveränität nach seinen beschränkten materiellen/technischen Möglichkeiten zu schmieden. - Was kommt anderes heraus, als der kriegerisch angesagten Beugung eines nach USA unerlaubt sich behauptenden Staates beizupflichten, wenn ein Nato-Generalsekretär am 6.1.20 den Iran warnt, auf Gegengewalt, Eskalation zu verzichten?!

 

Nachtrag - 9.1.20f.
Auf einmal sollen wieder die Friedensglocken läuten, USA und Iran auf "Entspannung" machen, sogar "Gespräche ohne Vorbedingungen" angesagt sein - wo die Journaille allenfalls von einer "Atempause" spricht - sicher, darin, dass die USA ganz frei nach ihren politischen Kalkulationen ihre Machtmittel einsetzen, ihren Feinden zusetzen. Die Floskel von der Entspannung verniedlicht, wie die Amis an allen Fronten die Zermürbung des iranischen Regimes voranbringen: als Antwort auf die iranischen Gegenschläge wird die wirtschaftliche Einschnürung Irans einiges enger gezogen - und die nicht zu übersehenden militärischen Fähigkeiten Teherans beflügeln den Nachdruck, mit dem die USA die Europäer drängen, von dem Atomabkommen ohne Wenn und Aber abzulassen und sich der unverhohlen verfolgten Erledigung des iranischen Störenfrieds gemäß US-Ermessen anzuschließen, welches Programm Trump-Amerika so oder so auch rücksichtslos gegen die imperialistischen Konkurrenten durchziehen.

Die Attacke per amerkikanischer Waffengewalt auf einen zentralen Vertreter des Iran-Staates, einem hohen Repräsentanten desselben kommt einem kriegerischen Akt gegen einen souveränen Staat selbst gleich. Und alles, was daran gehängt wird unter dem Gesichtspunkt der Vertretbarkeit des Anschlags, sind von der Art moralischer Rechtfertigung militärischen Zuschlagens: ob der betreffende General seinerseits Anschläge vorgehabt haben soll und was diesem sonst schon an Untaten im Nahen Osten zuzuschreiben sei, sind Illustrationen des unbedingten Rechts der USA, ihre Feinde zur Strecke zu bringen. - Aber auch von der anderen Seite her vernimmt man nicht gerade Sachgerechtes zum Verhältnis der USA zum von denen so eingestuften "Schurkenstaat" Iran: wer mit dem Völkerrecht argumentiert, nach dem Enthauptungen eines hohen Angehörigen einer Nation nicht statthaft seien, während der eines Führers einer so definierten Terrororganisation wie Binladen weniger bedenklich erscheint, will den unversöhnlichen Gegensatz der Amis zu einem inferioren Staat und und damit deren Weltmachtprogramm der Subsumtion der Staatenwelt unter ihren ökonomischen und politischen Eigennutz und damit in Weiterung dessen die Unerträglichkeit einer sich kapitalistisch und imperialistisch sortierenden Welt nicht als solches zur Kenntnis und zum Anlaß gründlichen Einspruchs nehmen, sondern weiß verständige Gründe für das verheerende Schalten und Walten imperialistischer Gewalten, kommt denen mit methodischen, rechtlichen Einwänden gegen die Art und Weise, wie Staaten ihren  - von Anhängern des Völkerrechts substantiell eben gar nicht kritisierten - Imperialismus geltend machen.

Auch der Abschuss eines zivilen Flugzeugs in von USA hergestellten kriegsähnlichen Wirren durch iranische Rakenten lässt sich prächtig ausschlachten für das Extra-Schlechtmachen Teherans als weltpolitischer Bösewicht: da waren wohl welche nicht in der Lage, die ukrainische Maschine von einem feindlichen Flugobjekt zu unterscheiden - und nicht die Amis haben einen kriegerischen Zustand überhaupt erst geschaffen, wo die iranischen Militärs meinten demgemäß, nach kriegerischer Logik sich zu wappnen und so die Scheidung nach feindlichen und anderen Objekten schwindet, sondern der Flugzeugabschuss wird in Absehung davon als "unentschuldbare Schreckenstat" dem Iran unterschoben, wie es nur aus dem "verbrecherischen" Charakter dieses Staates zu erklären sei. - Angesichts dessen, wie es größere Volksteile anläßlich der Skepsis betreffend der Aufklärung der iranischen Behörden über den Abschuss zu Demonstrationen auf die Straße treibt, nimmt dies ein Trump zum willkommenen Anknüpfungspunkt, aufrüherisch zum Innern des Iran hin aktiv zu werden, den Spaltpilz zwischen Volk und Teheraner Führung zu treiben - auch eine Variante der Schwächung der letzteren.



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