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DGB-Chef Hoffmann zu den Wahlerfolgen der AfD/Zeitschrift "Einblick",Nr. 5-2016:


"Haltung zeigen und die AfD entzaubern"
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Wenn nicht zuletzt Gewerkschaftsmitglieder den nahtlosen Uebergang von etablierten buer-
lichen Parteien zur Waehlbarkeit der rechtsnationalen "Alternative fuer Deutschland" (AfD)
machen, koennte einem da nicht auffallen, welch nationales bis nationalistisches Gemein-
gut in den demokratischen Parteien bei deren Fussvolk herangezuechtet wurde und wird,
fuer dessen Pflege Volksteile bei der politischen Konkurrenz AfD als politische Heimat sich
besser aufgehoben meinen? - Wirft dies nicht auch ein bezeichnendes Licht auf das Selbst-
verstaendnis von Gewerkschaften, wo offenbar national und nationalistisch Gesinntes eben-
so beheimatet sein duerfte?

Dass Abgrenzung gegen Ausland und Auslaender zur hiesigen Staatsraeson gehoeren, daran
hat DGB-Hoffmann gar nichts auszusetzen. Das offene, national engstirnige "Fremdenfeind-
liche" und "Menschenverachtende" gegenueber Fluechtlingen stoert ihn im Vergleich zu den
zivileren Formen der Absetzung gegen alles Fremde seitens seines Staates, wobei er dessen
"Instrumentalisierung" gerne mitmacht, welche er der AfD fuer niedere, boese Ansinnen kri-
tisch vorhaelt, naemlich so dieser der Fremdenhatz einen potentiellen Nutzen von Auslaen-
dern fuer die eigene Nation entgegenhaelt. Auch dieser Gewerkschaftsboss kennt und
teilt den staatlichen Gesichtspunkt "unberechtigten" Zutritts zu dt. Landen, der moeglichst
schleunigst zu beenden waere (s. das Pamphlet seiner "Allianz fuer Weltoffenheit" v. Febr.
2016)*) - von wegen hier outet sich ein Auslaenderfreund fern irgendwelcher Berechnungen!

Der DGB will die Leute zurueckholen aus dem "AfD-Waehlerlager" bei Fortbestand der natio-
nalen Lesarten, die sich falsch auf ihre Lage gereimt werden.Es ist irrefuehrend,hier eine so-
ziale Unzufriedenheit am Werk zu sehen, der man mit einer "Politik der sozialen Gerechtig-
keit" beikommen muesse, um sowohl den "verunsicherten Menschen" als auch den Not lei-
denden Fluechtlingen gerecht zu werden.

Wer seine Unzufriedenheit  sogleich als Feindschaft gegen Auslaender kundtut und sich da-
fuer die AfG als politische Heimat aussucht, der verweist auf Fremdlinge als Stoerfaktoren
in seiner Eingerichtetheit in dem (Zwangs-)Kollektiv Deutschland. Der hat im Gegenteil alles
andere im Sinn, als materielle Forderungen anzumelden. Wem es um soziale Noete zu tun
ist, der kommt garantiert nicht auf Fluechtlinge, die nicht im Entferntesten ueber die Le-
bensperspektiven der Einheimischen verfuegen, sondern wofuer massgeblichere Instanzen 
wie ihr Staat und die nationale Wirtschaft zustaendig sind. Die haben auch die Urheber-
schaft dafuer, wenn Fluechtlinge sich tatsaechlich mal als Konkurrenten bemerkbar machen,
so sie nach staatlichen Zulassungkriterien auf den dt. Arbeitsmarkt losgelassen werden.
Korrekterweise gaebe dies Anlass zur Kritik an der marktwirtschaftlichen Wirtschaftsweise
und deren staatlichen Beschuetzer,aber mitnichten an "Integrierte" in der gleichen Klassen-
lage wie das originaere Deutsch-Volk.


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*)
Folge auch dem Link:

DGB und Allianz fuer Weltoffenheit-2016



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