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Grünen-Chef Habeck zu Flüchtlingskindern in Griechenland - nach ARD-/ZDF-Text v. 23.12.19:


Ein (vor-)weihnachtliches Gebot Deutschlands: Grüner Habeck verschone 'uns' davor,
mit berechnendem Mitleid für Flüchtlingskinder davor, wie eine neue Migrantenwelle
ausgelöst werden könnte - oder:
 

Rechtzeitig zum "Fest der Liebe": Flüchtlingselend in Griechenland als Steilvorlage für nichts als zynische
politische Berechnungen der Zuständigen für die globale Regelung der Kollateralschäden weltweiten
imperialistischen Hineinregierens


+ Nachtrag: Syrien-Nothilfe als Beitrag gegen 'Fluchtgründe' nach Grüner F. Brantner - 27.12.19

Da hat die dt. Nation es hingekriegt, dass die Türkei und Griechenland die Menge an Flüchlingen, die es überhaupt noch nach Europa schafft, zum Großteil in ziemlich unwirtlichen Verhältnissen in Lagern da unten verstaut wird, also nicht entfernt ein Flüchtlingsstrom wie 2015 zu erwarten steht. 

Wie auch immer berechnend der Vorstoß des grünen Habeck sein mag, den angesichts des unwürdigen Unterkommens von Kindern das Moralische gepackt hat, damit es auf die Beförderung grünen herrschaftlichen Mitmachens in den Machtetagen der Nation positiv abfärbt: die Gegenstimmen signalisieren, dass die hässlichen Umstände in den Lagern, die unerträgliche Not von Flüchtlingen einzig in einer Hinsicht interessieren: als Aufhänger ihrer hoheitlichen Berechnungen, dass vom Hereinlassen von Migranten ein "Sogeffekt" (CSU-Söder/-Müller) Richtung Deutschland ähnlich wie 2015 ausgehen könnte, der keinesfalls zugelassen werden dürfe. Und wenn Amtshilfe für Griechenland anstünde, dann sind 'wir' nicht der Hort des internationalen Migrantenelends, sondern andere EU-Nationen haben sich nach Vorgabe Deutschlands an der Last durch Flüchtlinge zu beteiligen. 

Wenn eine FDP-Frau Teuteberg mahnt, eine "PR-Aktion kurz vor Weihnachten" helfe nicht, das Flüchtlingsproblem zu lösen, so ist auch dieser Dame  das Ausschlachten unschöner Begleiterscheinungen imperialistischer Weltpolitik geläufig, aber an  d i e s e r   "PR-Aktion" stört, dass diese unpassend ist zu dem Gebot des unbedingten Fernhaltens von Migranten - und: den Flüchtlingskindern mag es eine wie auch immer bescheidene Erleichterung  im Falle weniger unwürdiger Unterbringung verschaffen, wenn sie aus den überfüllten Lagern aus Griechenland rauskämen; aber der weltpolitischen Flüchtlingsräson geht es eben ab, weil: noch so kärgliche "Hilfe" in bleibender Notlage interessiert imperialistische Politiker einfach nicht, weil es um das Große-Ganze geht, dass nämlich Deutschland und Europa nicht mit unerwünschtem "Fluchtproblem" belästigt wird.

Zusatz
Ein Regierungssprecher in "Tagesschau" am 23.12.19 vermeldet, dass eine Sonderregelung in Sachen Flüchtlinge in Griechenland nicht in Frage käme; schon aus dem Grunde nicht, weil keine Lebensgefahr bestünde. So menschenfreundlich präsentiert sich also die Politik nicht nur zum "Fest der Liebe und des Friedens": den Migranten kann es noch so dreckig gehen; wir sorgen ggf. tatkräftig dafür, dass sie in ihrem Dreck in Griechenland verharren; weil ohne Gefahr fürs Leben lässt es sich doch lässig aushalten dort!



Nachtrag: Syrien-Nothilfe als Beitrag gegen 'Fluchtgründe' nach Grüner F. Brantner - 27.12.19

Nach UN-Angaben seien über 200.000 Menschen aufgrund von Luftangriffen im Nordwesten Syriens auf der Flucht. Wegen der Angriffe hätten Hilfsorganisationen ihre Arbeit in der Provinz Idlib vielfach eingestellt.

Die UN stellt sich zu kriegerischen Auseinandersetzungen wie gehabt: sie begleitet sie mit der Betreuung von Flüchlingen, die auf die politische Tagesordnung zu setzen wegen der Ignorierung der imperialistischen Gründe ihres Zustandekommens immer neue Nahrung erhält.

Eine Grüne dringt ebenfalls auf "humanitäre Hilfe", die sie in Zusammenhang mit Fluchtursachenbekämpfung bringt, statt das Europa sich über Verteilung von Flüchlingen streite:

"Brantner kritisierte, Europa streite wieder einmal über die Verteilung von Flüchtlingen, und die Gründe für die Flucht fielen unter den Tisch." (ZDF-Text v. 27.12.19)

Wer als politisch Mitzuständige deutscher imperialistischer Macht von Fluchtursachen redet, hat garantiert nicht vor, ausgehend von einer Klärung der kriegerisch beladenen Staatengegensätze diese genau darin zu verorten und also sich kritisch gegen die Staatsmacherei oder deren Vorhaben zu wenden, die so katastrophale Folgen für das gewöhnliche Volk hervorbringen: wenn den Leuten massenhaft das Leben in Kriegsgebieten zu Hölle gemacht wird, müsse man sicherstellen,  'humanitäre Hilfe' so einzubringen und zu organisieren, dass die Flüchtenden nicht nach Europa rüberzumachen suchen, sondern an Ort und Stelle oder allenfalls ein wenig abseits des Kriegsgeschehens, "versorgt" werden. Die sind dann zwar aus ihrem ohnehin nicht gerade üppigen Umfeld der Bestreitung ihrer existenziellen Notwendigkeiten herausgerissen, weil dies nämlich gerade mit Bomben den Erdboden gleichgemacht wird, verlieren alles Hab und Gut, verfügen nur noch über die pure Körperlichkeit, wenn nicht ebenso schon zerschossen, haben keinerlei Perspektive, einem Lebenserwerb nachzugehen - aber nach Politiker-Logik: Hauptsache das Halten in diesen grausamen Lebensumständen durch 'humanitäre Hilfe' verhindert, dass sich mal wieder um Aufnahme und Verteilung von Refugees in Europa gestritten werden muss, wenn letztere statt des Wirksamwerdens des Abwehrinstruments Hilfe sich aus Syrien heraus nach Europa durchzuschlagen versuchen.

 

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