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Zur Neujahrsansprache 2017/2018 von A. Merkel:


Nichts als Zeugnis politischer Dummheit und zugleich Programmatisches
in Sachen "Herausforderungen" Deutschlands in Europa und weltweit

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Wenn es den Tatbestand der politischen Schizophrenie gäbe. die Neujahrsansprache 2017/18 würde
dies erfüllen: ein Konglomerat dessen, wie die Bürger einerseits von der imperialistischen Politik nach
innen (Wirtschaft) und außen (Sicherheit) betroffen gemacht werden und wie die seinerzeit nur ge-
schäftsführende Vorsteherin der Nation diese zugleich ideell wie Mitmacher und Nutznießer des hiesigen
kapitalistischen Ladens anspricht, um dann zíelstrebig den Übergang zu machen zum politischen Macher-
tum eben gemäß der gängigen Unterscheidung, wer als die da oben das Sagen hat und wer als die 
da unten das Material für das Einfahren herrschaftlicher Erfolge abgibt.

So soll der wirtschaftliche Erfolg der BRD denjenigen der Bürger gleichermaßen einschließen -andererseits
hätten andere weniger Teilhabe daran. Dies ist erstens die Lüge, die lohnarbeitenden Diener als eben die
Erarbeiter der Geschäftserfolge und was für die davon abfällt, das wäre auf eine Stufe zu stellen damit, wie
ihre betrieblichen Kommandeure diesen ihren Erfolg durch Leistungserzwingung der ersteren einstreichen.
Und wenn zweitens die Merkel Verlierer des dt.-nationalen Erfolgsmodell entdeckt, dann allenfalls als 
Randerscheinung, die man für sich gar erst darauf zurückführen muss, was die mit den sagenhaften un-
ternehmerischen und nationalen Erfolgen zu schaffen haben. Oben behauptet sie, Unternehmer- und Lohn-
arbeitererfolg gingen Hand in Hand, wo sie dann relativierend einen Rest von Untergebutterten konstatiert
- deren Misere sei das Zeugnis von ungenügenden Anstrengungen, dass auch die des wirtschaftlichen Er-
folgs Deutschlands teilhaftig werden, lügt also die "Anstrengungen", die für die Scheidung in Gewinner und
Verlierer sorgen, in einen Mangel um, dass die nicht auch abseits Stehende erfassen würden, wobei das
Gewinnlerische auf Lohnarbeiterseite realiter sich darin zusammenfasst, einen Arbeitsplatz sein eigen nen-
nen zu dürfen, bei dem man nur nicht hinterfragen möge, wie es einem anno 2017 und darüber hinaus
von den Leistungserfordernissen und dem materiellen Ertrag her tatsächlich ergeht.

Diese Polit-Macherin weiß, wie verquer auch immer, wie unterschiedlich bis gegensätzlich die ökonomisch
und politisch Herrschenden und die Beherrschten von ihrem Polit-Programm tangiert werden. Die Betroffen-
heit der Untertanen dient als Auftakt, schnurstracks zu den "Herausforderungen" vorzustoßen, deren Be-
wältigung anstünde: das Anstoßen und Betreuen der digitalen Revolution gleich als europäische Konkurrenz-
offensive, weshalb sie gleichzeitig betonen muss, dass Arbeitsplätze möglichst zu erhalten seien, die eher
durch die digitale Rationalisierungswelle ruiniert werden dürften.

Den Zynismus beherrscht diese Vorsteherin der Nation gekonnt, von den negativen Folgen ihrer Politik
einerseits zu wissen, andererseits zugleich so zu tun, als müsse die Herrschaft - oder ginge sogar darin auf -,
die "Bedürfnisse aller Bürger" im Auge behalten, wenn diese gerade und künftig kräftig hintertrieben werden.





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