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Zu einer absurden Grenzwertdebatte u.a. vor dem Hintergrund
von Dieselfahrverboten
 - Jan./Febr. 2019


Der Erlass von Grenzwerten hat zur Grundlage, dass eine kapitalistische Wirtschaftsweise rücksichts-
los gegen die gesundheitliche Verfassung von Betriebsangehörigen und die nationalen Insassen all-
gemein das Geschäftswesen auf rentable Füße stellt: alles Mögliche wird unter dem Gesichtspunkt
der Kostengünstigkeit mit der Inkaufnahme allerlei krankmachenden Wirkungen von Stoffen und Ablässen
in die Umwelt oder unbekömmlichen Zusätzen in Lebensmitteln taxiert. Wie auch immer 'wissenschaft-
lich fundiert': der Staat weiß um das Ruinöse seiner Produktionsweise und dessen Outputs wie auch
Diesel- oder Benzinfahrzeuge, weshalb der Begrenzungen der Freisetzung von Schadstoffen erlässt,
deren Kriterium einzig die Brauchbarerhaltung der Grundlagen seiner Nationalökonomie einschl. seines
werktätigen und anderen Volkes insgesamt ist. Die sog. Grenzwerte sind so konstruiert, dass z.B. nicht
gleich größere Teile des Arbeitsvolkes in ihrer Verwendungsfähigkeit für die marktwirtschaftliche
Überschussproduktion irreparabel ausfallen. Dieser Zynismus, dass es nicht wenige über kurz oder lang
auf jeden Fall trifft mit bleibenden Atemwegs- und Kreislauferkrankungen bis hin zum todbringenden Krebs,
ist nicht Gegenstand der aktuellen Grenzwertdebatte, sondern methodischer Art: ob die für die Grenz-
wertfestsetzung zugrundeliegenden Studien simplifizierende Kausalitäten behaupten, ob die Messzahl
für Stickoxid etc. überhaupt Relevanz habe, weil ein Raucher angeblich das Hundertfache von Schädi-
gendem einhaucht und deswegen nicht sogleich daran erkrankt oder gar wegstirbt. Das Letzere ist die
Frechheit, dass auch vergleichsweise geringe Inhalationen von Autoablässen medizinisch oder biologisch
wie auch immer vermittelt sukzessive, bei Kindern und Ungeborenen auch ziemlich schnurstracks, orga-
nische Beeinträchtigungen hervorrufen, daran zu relativieren, dass bei anderen Weisen des sich Ausset-
zens von Schädlichem wie dem Rauchen ein Mehrfaches von letzterem sich eingehandelt wird, so dass
Grenzwerte im Falle Autoverkehr eigentlich überflüssig wären wie ein Kropf.

Diese Debatte gebiert auch den Effekt, dass jetzt Politiker dies als willkommene Einladung nehmen,
wegen ihres obersten Gebots der unbeeinträchtigten nationalen Geschäftemacherei die wissenschaftlich
daherkommende Angeberei dafür zu funktionalisieren, mehr umweltpolitische Rücksichtslosigkeit walten
zu lassen. - Es soll inzwischen regelrechte Bürgerbewegungen geben, die alles unter dem bornierten
Standpunkt 'ihres Diesels' und dessen Werthaltigkeit subsumieren, die Freiheiten der Autofahrerei gegen
angeblichen Angriff auf ein heiliges Stück Privateigentum hochhalten, weil Fahrverbote sie daran hindern
würden, ihre Dreckschleudern nach Gusto durch die Städte karren zu dürfen, und deswegen unter Leug-
nung jedweder gesundheitspolitischer Bedeutung die staatliche Grenzwertfestsetzerei als lächerliches
Märchen hinstellen.








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