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Hartz-Reform

- Hartz III                                     


 

Das dritte Hartz-Gesetz wird nicht eingehender behandelt. Hier soll es im Wesentlichen um den behörd-
lichen Umbau der „Bundesanstalt für Arbeit“ in "Bundesagentur für Arbeit“ und die Umdefinition der Erwerbs-
losen in „Kunden“ gehen. - Die politischen Absichten, die mit diesen „Umstrukturierungen“ verbunden wa-
ren, kommen in der Hauptreform „Hartz IV“ zum Vorschein.

Zu Hartz III soll noch mehr Ideologisches nachgetragen werden.

So vermerkt der bekannte Sozialstaatskritiker Butterwegge zu der Umwidmung der Arbeits-
ämter zu Jobcentern/Dienstleistern zwar richtig
[1], dass der Beziehung Behörde-Erwerbs-
lose ein Zwangsverhältnis zugrundeliegt bzw. ist, und die Umbenennung der Arbeitslosen in
„Kunden“ verharmlosend daherkommt, als gingen hier zwei Parteien ein freiwilliges (Vertrags-)
Verhältnis ein. Andererseits täuscht sich Butterwegge darin, dass diese Umwidmungen/Umbe-
nennungen daraus resultieren, als was die neue Arbeitsbehörde staatsseitig konzipiert wurde:
der Aspekt der materiellen Alimentierung wegen Einkommenslosigkeit wurde verschoben da-
hin, dass es auf Lohnarbeit sans phrase ankomme und dem unbedingt nachkommen zu wollen,
dafür der Dienstleister Jobcenter dem „Kunden“ Arbeitssuchender behilflich wäre. Diese soziale
Brutalität ist dem Arbeitsmarktforscher nicht geläufig: das Arbeitenmüssen als Verlangen aus
freien Stücken, dass bedient werden wolle.




[1]Vgl. Butterwegge, C.: Hartz IV und die Folgen, Weinheim/Basel, 2015, S. 95




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