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Hartz-Reform

- Aktuelles  17                                 Stand: Nov.. 2011




Zum staatstreuen Gejammere über den arbeitsmarktpolitischen Sparkurs
der Bundesregierung 2011



Die Regierung streicht anno 2011 einiges an arbeitsmarktpolitischen Massnahmen wie oeffentlich gefoerderte Beschaeftigung zusammen, wozu u.a. 1-Euro-Jobs gehoeren, die vormals als Vehikel daherkamen, Langzeitarbeitslose in sog. "richtige" Jobs auf den Arbeitsmarkt zu bringen.

Nun bewertet der Staat diese schoenen Instrumente der Elendsverwaltung, insofern diese realiter nichts anderes als Zwangseinrichtungen zur Nuetzlichmachung endguel- tig von der kapitalistischen Wirtschaft Ausgemusterte fuer die Nation waren, neu:

"Arbeitsmarktpolitik ist nicht darauf angelegt, langfristig oeffentliche  Beschaeftigungsverhaeltnisse zu bezahlen."


Der Staat besinnt sich offenbar auf seine eigenen Begruendungen seiner prekaeren Dienstverhaeltnisse als pur ideologische : sie taugten nicht dafuer , was als "Integra- tion in den 1. Arbeitsmarkt" vorgesehen war.

Und wie reagieren die Betroffenen?

"Die Vahrer Ortsamtsleiterin  ...  sprach von schweren Zeiten , die durch die Kuerzung der Bundes- mittel anbrechen. Die oeffentlich gefoerderte Beschaeftigung leiste einen wichtigen Beitrag zur Sta- bilisierung der sozial benachteiligten Stadtteile und zur Integration von Langzeitarbeitslosen..."      


Das ist doch mal ein Eingestaendnis: die eine Sorte Elender ("oeffentlich gefoerderte Beschaeftigte") ist dafür gut, die Betreuung anderer "sozial Benachteiligter" mit zu be- sorgen. Die Initiatoren und Traeger solche Beschaeftigungs- und Betreuungsprojekte werben damit, wieviel sie dem Staat abnehmen, die von ihm produzierten haufenweise Elendsgestalten im Zaum zu halten.  Null Interesse an der Ursache der flaechendeck- enden Not, aber den oekonomischen und weltpolitischen Erfolgkurs der Republik auf Kosten der Leute darueber flankieren, dass dem Staat der soziale Frieden besorgt wird, also keiner ob seiner marktwirtschaftlich und staatlich beigebrachten Noete aus dem Ruder laeuft.

Worin sie sich taeuschen,ist allerdings, dass sie aufgrund der von Ihnen lancierten Un-
entbehrlichkeit meinen, auch die Massstaebe dafuer vorgeben zu duerfen,was es alles an Verwaltungsaufwand in bezug auf das nationale Elend braeuchte.Dann geben ihnen
die Staatsvertreter Bescheid, dass der soziale Frieden auch  mit weniger Betreuungs- aufwand zu haben ist, inklusive hoeherer

"Belastung der uebrigen Angestellten."

   



Quelle: Weser-Kurier v. 15 Okt. 2011, S. 10

  




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