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Hartz-Reform

- Aktuelles  18                                Stand: Febr. 2012




Zur Eingliederungsvereinbarung/-Bescheid für Langzeitarbeitslose gemaess Sozialgesetzbuch II:

Nichts als staatliche Umsetzung des gemeinen Volksvorurteils über Ar
beitslose als arbeitsscheues Gesindel





Unter Hartz IV werden Erwerbslose nur mehr als Traeger abzuliefernder anspruchsloser
Dienstbarkeit für Staat und Nation behandelt.

In sog. Eingliederungsvereinbarungen wird der  Arbeitslosenklientel als Zustimmung ab-
verlangt , was ohnehin der Arbeitsvermittler/Fallmanager diktiert , was dieser abge-   fordert wird. "Eingliederung in den Arbeitsmarkt" ist der beschönigende Titel dafuer, wie angesichts der praktischen Ausgrenzung aus normaler Erwerbsarbeit durch die Lieblingsbuerger der Nation den Leuten das brutale Unterfangen beigebracht wird, sich trotzdem unablaessig den Sortierverfahren namens Bewerberauswahlverfahren seitens der Geschaeftsleute gemaess deren geschaeftslichen Nutzen zu stellen - eben trotz erwiesenen Scheiterns daran. Staatlichen Sinn macht dies nur deshalb, weil es um die erzwungene Erinnerung der Ausgmusterten daran geht, das Lohnarbeiten ueberhaupt, jenseits irgendeines materiellen Vorteils ihr Lebensinhalt zu sein hat und es dem Elendsverwalter um die Senkung unnuetzer Kost für den Unterhalt oekonomisch Unnuetzer geht.  Das erstere realisiert er auch über modernen Arbeitsdienst , gen. Arbeitsgelegenheiten,um der "Entwoehung von der Arbeitswelt" laut offizieller Verlautbarung entgegenzusteuern - sprich Kontrolle des Arbeitswillens pur, also unter vollstaendiger Absehung jeden materiellen Nutzens Dienstverrichtung überhaupt. Das zweite verklickert er Arbeitslosen darueber, dass fast jede Arbeit zumutbar ist, die nichts mit Verdienen eines Lebensunterhalts gemein hat: Hilfsarbeiterjobs, Minijobs, Teilzeit, Leih-/Zeitarbeit, Tagelöhnerei etc. (ueber die gesetzl. Definition der Zumutbarkeit, die auf alles zutreffe, was gesetzlich erlaubt und sittlich geboten sei, hat sich der Staat eine entsprechende Bandbreite dessen geschaffen , was er den Leuten alles an ungemuetlichen Varianten des working poor einzubrocken gedenkt).

Wenn es in Eingl.-Vereinbarung, gleich per Verwaltungsakt erlassenen Bescheid heisst, man habe alle Moeglichkeiten zur Arbeitsaufnahme zu nutzen, seinen Lebensunterhalt aus eigenen Kraeften und Mitteln zu bestreiten, seine Arbeitskraft einzusetzen usw., so wird gleich in mehreren Varianten gleicher Bedeutung das gleich Ungeheuerliche über Arbeitslose in die Welt gesetzt, das Nicht-Verdienen-Koennen als Makel der Person dingfest gemacht. Jeder vom Wollen und Verhalten unabhängig existenten Barriere, für sich selbst zu sorgen, wird eben diese Objektivitaet abgesprochen und Arbeitslosigkeit darauf heruntergebracht, diese sei eine Frage der bloßen Arbeitsbereitschaft. Es wird so getan, als froene der Arbeitslose einer frei waehlbaren
Alternative, Geld verdienen zu wollen oder nicht. "Vermittlungshemnisse" entdeckt der Arbeitsvermittler/Fallmanager nicht am staatlich lizenzierten Konkurrenzsystem, mittels dem eine Sortierung der Arbeitsnachfrager gemaess geschaeftlichen Nutzen veranstaltet wird , also notwendig Gewinner und  nicht wenige Verlierer dabei herauskommen.

Diese Scheidung ist staatlich gewollt und gewusst; sie soll ausgenutzt werden zwecks  Voranbringen  der  Geschaeftemacherei.  Den Opfern der Arbeitsmarktkonkur
renz wird dies als Mangel vorgehalten gemaess dem brutalen Zirkel: weil sie es sind, die sich an den Konkurrenzerfordernissen abarbeiten muessen, muesse es auch an Ihnen liegen, wenn sie unterliegen. Dass die Anstrengung des Ausbootens von jedem gegen jeden anderen so oder so immer welche trifft, daran werden diejenigen, die die Loser in der Sozialabteilung des kap. Gemeinwesens betreuen und drangsalieren nicht irre. Die Sozialschikanierer kennen nur den Auftrag, in rigider Weise Ausgemusterte dazu anzuhalten, sich als unnütze Kost des Staates überfluessig zu machen und dabei auch noch einen nationaloekonomisch wertvollen Beitrag dazu zu leisten, als Lohndruckmaschine unterwegs zu sein. Ursachenforschung im dem Sinne zu betreiben, die national ins Recht gesetzte Geschaeftemacherei als Urheberin des ganzen Arbeitslosenelends zu kennzeichnen, ist für die wie von einer anderen Welt.

  
   



                       
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