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Anlässlich der Bayern-Wahl 2018:


Grüne sind sich nicht zu schade, an der Seite der erzkonservativen
und deutsch-nationalen Christsozialen 'Politik für Bayern' zu machen
 - wenn man sie machen ließe
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BR, 19.10.18:
Die Grünen seien enttäuscht über die CSU-Entscheidung (Absage an Koalition mit den Grünen).
Die CSU wähle den einfachen Weg und damit das politische 'Weiter so'. Dies sei schlecht für Bayern.
Der Freistaat brauche einen 'ökologischen Aufbruch' und eine 'soziale Erneuerung' . Das wäre mit den
Grünen möglich gewesen.

Die Grünen sind sich inzwischen nicht zu schade, mit dem schwärzesten Flügel der Christparteien
auf Koalitionsgekungel zu machen, wenn die CSU sie mitmachen ließe.
 
Ausgerechnet die nationalistischen Einpeitscher, die neulich mit der flüchtlingspolitischen Kon-
frontation zur Merkelfraktion der Konservativen die betont deutschnationale Durchsetzung mit
neuer Rücksichtslosigkeit gegen die europ. Partnerländer ansagt, wird von den Grünen als po-
tentieller Koalitionspartner hofiert, wenn nur einige grüne Einsprengsel unter den Titeln Ökolo-
gisch und Sozial in einem anvisierten Koalitionspapier zu erkennen wären - wobei der Vorteil
solcher abstrakten Polit-Floskel ist, dass man darunter alle möglichen politischen Machenschaf-
ten fassen kann (die bayerische Grünen-Frontfrau bezirzt ihre Anhänger und Öffentlichkeit
mit einem breiten Dauer-Gegrinse zum Zeitpunkt der Bekanntmachung des Wahlergebnis-
ses mit der Dummheit, die politischen Werbetitel Ökologisch und Sozial wie praktische Politik
zu verkaufen, unter denen letztere ins Werk gesetzt wird).

Dass die CSU selbst solche grünen Wiedererkennungswerte gleich fundamental querliegend zu
ihren bayerischen politischen Notwendigkeiten einstuft, geben die Grünen zu erkennen, wenn
die meinen, es hätte 'Mut' der CSU gebraucht, grüne politische Farbtupfer zuzulassen: den
bloßen Anschein einer Relativierung der Generallinie der provinziellen Nationalvertreter aus
München lässt der christsoziale Fundamentalismus nicht zu.

Der Bayern-Vorsteher Söder weist die Absage an die Grünen als 'Vernunft' aus; ist doch klar:
strammes Durchregieren geht mit einem freien Wählerverein problemloser, von dem die AfD be-
hauptet, der hätte von ihrem rechtsnationalen Kurs einiges abgeschrieben.

Nach einer 19.10.18 bekannt gewordenen Umfrage seien die Grünen u.a. wegen ihres geschlos-
senen Auftretens in der Wählergunst gestiegen - im Unterschied zu den Christparteien und
ihrer Zerstrittenheit. Also: das stromlinienförmige Versammeln hinter einer Partei- oder Staats-
räson soll hier ein Qualitätsmerkmal sein - wo sonst schon mal die Flügelkämpfe zwischen Rea-
los und Fundis als zur Demokratie gehörende lebendige Debattenkultur sich die Grünen ange-
heftet haben, ist nun Unterordnung unter eine Parteilinie als probates Mittel der Durchsetzung
in der Parteienkonkurrenz uptodate, genau das, was eher die sog. Volksparteien als ihr Gütesiegel
für erfolgreiches Werben für die Staatsmacherei sich an den Revers hängen.



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