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Das bäuerliche Geschäft mit neuen landwirtschaftspolitischen Gesetzen erschweren
und zugleich das Dagegenhalten der Bauern und ihrer Vertreter "verständlich" finden

- nach dt. Argrarminsterin J. Klöckner v. 22.10.19


Nach Meldungen v. 22.10.19 wurden neue Gesetze für die Landwirtschaft auf den Weg gebracht. Diese
sollen die Nitratbelastung des Grundwasser absenken helfen; zudem sind Auflagen in Sachen Insekten-
schutz und Viehhaltung vorgesehen.


Man mag wenig halten vom kapitalistischen Bauerstand, wie der mit Bodenerzeugnissen und Vieh sein ge-
geschäftliches Gewerbe betreibt. Dessen geschäftsgemäße Borniertheit hat an den neuen Vorschriften
zu weniger Bodenbelastung, Düngung, Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Umweltschutzregeln aus-
zusetzen, dass dies mehr Kostenbelastung bzw. Beeinträchtigung ihrer Erträge nach sich zieht.

Die Ministerien macht höhere Gesichtspunkte geltend, nämlich den Spagat, zur Beförderung des nationalen
Wirtschaftsstandes Landwirtschaft gegen diese mehr Rücksichten gegenüber den natürlichen Bedingungen
ihrer geschäftlichen Benutzung einzufordern.

Politisch standesgemäße Heuchelei bürgerlichen Politikmachens lässt sie raus, wenn sie "Verständnis"
für die Proteste der Bauern äußert, aber leider kein Weg daran vorbeiführe, die Auflagen gegen das
bäuerliche Gewerbe durchzudrücken.

Außer der heuchlerischen Fürsprache hat sie noch Bonbons handfestere, materieller Art parat: sie ver-
süßt die Umstellungen in der Landwirtschaft mit einigen finanziellen Hilfen. Das ändert zwar nichts
daran, wie es das Agrargeschäft tangiert, aber der Staat demonstriert, dass er etwas übrig hat für das land-
wirtschaftliche Gewerbe, dass er seinen Bauernstand nicht allein lässt in schweren Zeiten des Beitragens
desselben zur wie auch immer maßvollen Sanierung der Bedingungen seines Wirtschaftens.



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