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Rentenreform

- Aktuelles 5                      

 Stand: Nov. 2012




Zur sog. Lebensleistungsrente/Zuschussrente:

Die zynische und luegnerische Leistung des neuesten renten-
politischen Coups einer "Lebensleistungsrente"




Die vormals ins Gespraech gebrachte Zuschussrente (Aufstockung der gesetzlichen Rente   auf zunaechst angedachte 850 EUR bei Erfuellung entsprechend strenger Bedingungen) heisst jetzt Lebensleistungsrente - und hat es in sich:

Nur soviel stehe fest:  40 Jahre Versicherungszeit plus nachgewiesene Altersvorsorgeleis- tungen sind Mindestvoraussetzungen. Von Aufstockung bis 850 Eur ist nicht mehr die Re- de:    soviel im Falle jahrzehntelanger Plackerei ist es der Arbeitsministerin nicht als Aner- kennungsbonus fuer erbaermliche Erwerbsarbeitsergebnisse wert. Mit einigen Euros ueber das sog. Grundsicherungsniveau/frueher Sozialhilfesatz sei der rentenpolitischen Gerechtigkeit Genuege getan. Dann koenne auch eigentlich von Altersarmut nicht mehr die Rede sein, wenn verrentete ehemalige Niedrigloehner auch nur im geringen Umfang (sofern sie naemlich die Bezugsbedingungen erfuellen) diesen Mickerzuschuss oberhalb des Existenzminimums erhalten.

War nach der Frau v. d. Leyen die entdeckte Gerechtigkeitsluecke seinerzeit mit ihrem Konzept der Zuschussrente dadurch geschlossen, dass Elendsrentner sich immerhin auf 150 Euro über Sozialsatz, wenn auch unter harten Zugangsvoraussetzungen, gefreut haben sollten, verlangt die Haushaltsdisziplin nun, dass dem Gerechtigkeitsempfinden dadurch entsprochen wird,dass Armutsrentner fuer um den Sozialhilfesatz liegende Alters- almosen nicht beim Sozialamt anstehen muessen, sondern "Basisrente" plus  Zuschuss aus einer Hand, ihrer Rentenversicherungsanstalt erhalten.

Sozialpolitischen Zynismus darf man dies nicht nennen, wenn die Leute im Prinzip im Elend gehalten werden, aber erhobenen Hauptes ihren Restlebensabend verbringen duerfen, weil sie für Hungerrente nicht den erniedrigenden Gang zum Sozialamt antreten muessen.         

Diese hier geuebte Kritik ist nicht zu verwechseln mit einer Sorte parteilicher Kritik von SPD bis Gewerkschaften, die nichts von den Gruenden der materiellen Misere von Rentnern wissen wollen, diese sogar eher mithergestellt haben und daran festhalten, die gegen das Regierungsmodell allenfalls einwenden, dass das o.g. zynische Gerechtigkeitsempfinden ein paar Euro mehr wert sein sollte, als im Programm der Regierung vorgesehen.






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