Tages-Politik - Analyse und Kritik

 
 













14.07.20
Zu geplantem „Lieferkettengesetz“:



Für kapitalistisch moralisch einwandfreie Bereicherung an den ‚Wertschöpfungen‘ aus der 3. Welt


Wer in „Lieferketten“ Menschenrechts- sowie Umwelt- oder Arbeitsschutzstandards beachtet wissen will und dies nun als Verpflichtung für in 3. Welt Produzierendes statt „freiwilliger Selbstverpflichtung“ verankern will, weiß einerseits von der Normalität dessen, unter welchen elenden Bedingungen hier anlandende Erzeugnisse wie Jeans zum Einkaufspreis von 5 EUR da unten/hinten zustande kommen. Doch an der Schäbigkeit einer Bezahlung der dortigen Elendskreaturen mit Cent-Beträgen soll gar nichts ausgesetzt werden: ein Entwicklungsminister Müller führt am 14.7.20 in der ARD-Tagesschau vor, wie es sich die Geschäftemacher allenfalls 2 EUR mehr für eine Jeans im Einkauf kosten lassen sollten, damit unter saubereren Konditionen die Herstellung der Billigfabrikate zum Zwecke des Verkaufs nach hier zu nach wie vor satten Gewinnspannen erfolge.